Ist ein elektronisches Flugbuch erlaubt?
Ja. FCL.050 und SFCL.050 verlangen verlässliche Aufzeichnungen in der Form, die die zuständige Behörde festlegt – elektronische Flugbücher sind zulässig, eine Zulassung des Programms gibt es nicht. Aerolaunch führt alle Pflichtangaben, Korrekturen bleiben als eigene Fassung mit Begründung sichtbar, und den PDF-Ausdruck kannst du jeder Behörde vorlegen.
Was kostet Aerolaunch?
Das persönliche Flugbuch ist kostenlos – mit allem, was es rechtlich braucht, für immer. Pro kostet 19,00 € im Jahr, Flugschüler bekommen es während der Ausbildung umsonst. Vereine zahlen nur für Mitglieder, die im letzten Jahr geflogen sind: 180,00 € im Jahr für bis zu 15 fliegende Mitglieder, jedes weitere kostet seinen Anteil, und mehr als 960,00 € zahlt kein Verein.
Wie kommen unsere Daten aus der bisherigen Vereinssoftware herüber?
Mit dem Umzugsassistenten: Datensicherung als ZIP, CSV oder Excel hochladen, Vorschau prüfen, übernehmen. Mitglieder mit Lastschriftmandaten, Flugzeuge, Kontostände, Einweisungen, Wartung und Flugbuch kommen mit – und alles lässt sich rückgängig machen.
Funktioniert die Startliste ohne Netz an der Startstelle?
Ja. Die Startliste speichert jeden Eintrag zuerst auf dem Gerät und gleicht nach, sobald wieder Netz da ist. Mehrere Tablets und Handys bleiben dabei im Gleichstand.
Wie steht es um den Datenschutz?
Der Verein bleibt Verantwortlicher für die Daten seiner Mitglieder, wir verarbeiten sie nur in seinem Auftrag – mit Vertrag nach Art. 28 DSGVO, Liste der Unterauftragsverarbeiter und beschriebenen Schutzmaßnahmen. Es gibt keine Analyse- oder Werbewerkzeuge, keine eingebundenen Fremdschriften und keine Tracker.
Erkennt die App Start und Landung wirklich selbst?
Ja. Am Flugplatz erkennt die App Startlauf, Abheben, Touch-and-Go und Landung aus GPS, Luftdruck und Bewegung. Zusätzlich kann das Open Glider Network Flüge über FLARM erkennen – ganz ohne Telefon. Jeder erkannte Flug ist ein Entwurf, bis du ihn bestätigst.
Können wir Beiträge und Flugkosten automatisch einziehen?
Ja, auf zwei Wegen: als SEPA-Lastschrift über euer Vereinskonto (Aerolaunch erzeugt die Bankdatei) oder vollautomatisch über ein eigenes Stripe-Konto des Vereins. Jeder Einzug wird vorher angekündigt und anschließend gebucht.
Wer zählt als fliegendes Mitglied?
Wer in den zwölf Monaten vor dem Stichtag am 1.11. mindestens einmal als Pilot oder Fluglehrer in eurer Startliste stand – Flugschüler eingeschlossen, egal, ob sich jemand je bei Aerolaunch angemeldet hat. Förder- und Passivmitglieder ohne Flug, Ehrenmitglieder, Gäste und Jugendliche unter 18 zählen nicht.
Was passiert, wenn wir wachsen?
Kein Paketwechsel und keine Nachberechnung: Jedes weitere fliegende Mitglied kostet nur seinen Anteil, und gezählt wird erst wieder zum nächsten Stichtag. Wer während der Saison neu dazukommt, kostet bis dahin nichts. Werdet ihr kleiner, sinkt der Preis von selbst.
Was kosten Online-Zahlungen?
Die SEPA-Datei für eure Hausbank ist kostenlos. Wer Beiträge vollautomatisch über ein eigenes Stripe-Konto einzieht, zahlt Stripe dessen Gebühr und uns 0,20 € je Lastschrift. Fehlgeschlagene Lastschriften kosten keine Plattformgebühr, und im Jahr sind es höchstens 480,00 €.
Bekommen wir die Umsatzsteuer zurück?
Nur teilweise und nicht jeder Verein: Vorsteuer abziehen kann nur ein regelbesteuerter Verein – also weder Kleinunternehmer noch mit der Pauschale nach § 23a UStG –, und auch dann nur für den Teil, mit dem er Aerolaunch für steuerpflichtige Umsätze nutzt, etwa den Flugbetrieb gegen Fluggebühren. Mitgliederverwaltung und Beiträge gehören zum ideellen Bereich, dort gibt es keinen Vorsteuerabzug. Deshalb nennen wir Endpreise; die Rechnung lautet auf den Verein und weist die Umsatzsteuer aus. Den Anteil klärt ihr am besten mit eurem Steuerberater.
Dürfen wir die Kosten auf die Mitglieder umlegen?
Als Teil eurer Beiträge oder Flugpreise ja – so machen es die meisten Vereine. Als eigene Gebühr für die Zahlung per Lastschrift dagegen nicht: Für SEPA-Lastschriften darf kein Entgelt verlangt werden (§ 270a BGB). Das ist keine Rechtsberatung.
Was, wenn es Aerolaunch eines Tages nicht mehr gibt?
Dann habt ihr eure Daten trotzdem: Vereine laden jederzeit eine Vollsicherung in offenen Formaten herunter, Piloten ihr Flugbuch als PDF und CSV mit allen Fassungen. Deshalb raten wir, das einmal im Jahr zu tun – unabhängig von uns.
Was passiert, wenn wir aufhören wollen?
Ihr nehmt alles mit: Piloten ihr vollständiges Flugbuch mit allen Fassungen, Vereine eine Vollsicherung aller Daten in offenen Formaten. Es gibt keine Mindestlaufzeit für das Flugbuch und keine Wechselentgelte.
Gibt es die App schon?
Die Apps für iPhone und Android kommen in Kürze in die Stores. Im Browser läuft Aerolaunch schon heute – auch als App auf dem Startbildschirm.